Strategische Personalplanung: Die Mitarbeiter von morgen müssen die Strategie von heute realisieren!

Christian Weiß, Senior Principal und Practice Leader Workforce Planning & Effectiveness bei Korn Ferry Hay Group, war am 23. Mai zu Gast im Master Personalmanagement.

Die Korn Ferry Hay Group ist eine weltweit agierende Personalberatung mit ca. 7.000 Mitarbeitern. Sie berät 93% der Fortune 100 Unternehmen im Executive Search und in Personalmanagementthemen.

Damit die Mitarbeiter der Zukunft die Strategie von heute umsetzen können, bedarf es einer Strategischen Personalplanung (SPP). Sie dient dazu, die langfristigen Auswirkungen von Strategien und Entscheidungen auf das Personal zu verstehen sowie zukünftige Risiken beim Personal zu identifizieren und zu verringern. Dabei betrachtet die SPP, laut Herrn Weiß, einen Zeitraum von 2-10 Jahren, im Infrastrukturbereich auch bis zu 40 Jahren!

Durch das Simulieren von Szenarien (Strategischen Entscheidungen, Annahmen hinsichtlich der Fluktuation, etc.) werden zukünftige Personalrisiken und -lücken identifiziert. Folgende Fragen können beantwortet werden:
• Hat das Unternehmen die benötigte Anzahl an Mitarbeitern, um die strategischen Ziele zu erreichen?
• Haben die Mitarbeiter die richtigen Fähigkeiten, um die Kernprozesse in Zukunft zu bewältigen?
• Erfüllt das Unternehmen seine Anforderungen an Diversity? Gibt es demografische Herausforderungen?
• Wird das Unternehmen die benötigten Mitarbeiter in den Regionen bekommen, wo sie benötigt werden?
• Wie werden sich die Personalkosten entwickeln?

Herr Weiß rundete seinen spannenden Vortrag durch zahlreiche Beispiele (z. B. welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Bahn auf den Beruf des Schaffners oder welche Auswirkungen hat eine steigende Produktion von Elektroautos auf die Dieselmotorenentwickler) ab.

Anschließend konnten die Studierenden am Laptop eigene Simulationen mit Hilfe der Dynaplan Workforce Model-Software durchführen, die für KMU kostenlos im Internet zur Verfügung steht.

Am Schluss fasste Herr Weiß seinen Vortrag so zusammen: „Bei der Planung geht es am Ende nicht um die eine Wahrheit, sondern um die Simulation von Szenarien.“