Praktikervortrag zur Lean Startup-Methode

Die häufigsten Gründe für das Scheitern von Startups liegen in der Verfehlung von Kundenbedürfnis, Finanzierung oder Team. Basierend auf dieser Feststellung startete der Praktikervortrag von Herrn Philipp Petruschke, der am 26. November 2019 für Studierende der Veranstaltung „Grundlagen der BWL“ der THM Business School stattgefunden hat. Herr Petruschke, Product Owner und Head of Business Development der savedroid AG, zuvor tätig im Business Development bei Lufthansa und Statkraft, sprach vor diesem Hintergrund über das Rezept, wie eine innovative Geschäftsidee möglichst schnell und kosteneffizient in ein erfolgreiches Produkt überführt werden kann. Oder in den Worten von Scott Belsky: “It’s not about ideas. It’s about making ideas happen.” Die Studierenden gewannen spannende Einblicke und traten mit Herrn Petruschke anhand von eigenen Produktideen aktiv in die Diskussion.

Die Phasen eines Startups und die damit einhergehenden Prioritäten und Methoden skizzierte Herr Petruschke anhand zahlreicher Beispiele. So gehe es in der Ideenphase um die Übereinstimmung von Problem (Kundenbedürfnis) und Lösung (Produktidee). Für die anschließende Phase der Marktvalidierung sei das Minimum Viable Product wichtig. Darunter ist ein Prototyp zu verstehen, d.h. ein kleinstmöglicher Lösungsansatz, mit dem bereits ein konkreter Kundennutzen und eine Zahlungsbereitschaft erreicht werden kann. Schafft es ein Startup darauf aufbauend in die weitere Skalierungsphase, stünden Effizienzsteigerung und Wachstum im Fokus. In diesem Zusammenhang sprach Herr Petruschke auch über mögliche Finanzierungsquellen, ausgehend vom Family Funding bis hin zum Venture Capital.

Die Darstellung der Lean Startup-Methode war für Studierende sehr aufschlussreich, sowohl für jene mit aktuell bereits laufenden Gründungsaktivitäten wie auch für solche, die zukünftig ggf. einmal im Gründerumfeld arbeiten möchten. Dass dies nicht zwingend im eigenen Startup der Fall sein muss, zeigt die zunehmende Bedeutung von Startup- und Innovationsprogrammen zahlreicher Groß- bzw. DAX30-Unternehmen. Wir danken Herrn Petruschke für seinen inspirierenden Vortrag und seine abschließenden Hinweise zum Startup Netzwerk Mittelhessen.